Epilepsie und seelische Störungen

Symptome einer Depression oder Angsstörung

Bild: Epilepsie und seelische Störungen

Auch wenn die Epilepsie eine neurologische, organische Erkrankung darstellt, treten dennoch bei etwa jedem dritten Betroffenen zusätzlich Symptome einer Depression oder einer Angststörung auf. Aber nur bei einem geringen Anteil werden diese erkannt und auch behandelt. Als Ursache sieht man in erster Linie die sozialen Folgen der Epilepsie selbst.

Die Erkrankung fordert zahlreiche Anpassungen des Lebensstils, wie z.B. der Berufsausbildung oder des Berufsalltags, des Freizeitverhaltens usw.. Das alles sind Stressfaktoren, die das seelische Gleichgewicht stören können. Auch leben viele Epileptiker ständig mit der Angst, einen Anfall zu bekommen, was zu Selbstwertproblemen und Unsicherheiten führt.

Depressionen und Panikattacken lassen sich gut therapieren. Wichtig ist es, sich etwaiger Veränderungen bewusst zu werden und diese auch beim Arzt anzusprechen. Vor allem Depressionen führen zu einer geringeren Belastbarkeit und damit zu einer reduzierten Lebensqualität.

In dem Dokument Selbsttest Depression PDF finden Sie typische Veränderungen bei einer Depression. Seien Sie mutig und sprechen Sie es bei Ihrem behandelnden Arzt an. Es stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Ihr Arzt kann Sie am besten beraten, ob Ihnen die Einnahme von entsprechenden Medikamenten (den Antidepressiva) und/oder ein therapeutischer Ansatz Besserung bringen kann.

Bei Kindern treten häufig Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Störungen auf, die oft mit Scham oder Frustration wegen der Epilepsie zusammenhängen. Kinder sollten nicht überbehütet werden. Eltern sollten eine positive Haltung einnehmen und die Unabhängigkeit fördern, negatives Verhalten des Kindes nicht mit Aufmerksamkeit belohnen und auf die Bedürfnisse und Gefühle ihres Kindes eingehen. Der Umgang in der Familie sollte verständisvoll sein.

Dem Betroffenen sollten keine Schuldgefühle gemacht werden. Auch die immer noch vorherrschenden Vorurteile gegenüber der Epilepsie können ebenfalls zu psychischen Störungen führen. Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen können für Epileptiker und ihre Angehörigen Anlaufstellen für Erfahrungsaustausch und Informationen sein.

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