Epilepsie und Rechtsfragen & Versicherungen

Bild: Epilepsie und Rechtsfragen & Versicherungen

In unserem Grundgesetz (Grundrechte) ist in Artikel 3 (1) festgelegt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Dennoch wird das im Alltag nicht immer so genau beachtet. Damit Sie sich vor nicht gerechtfertigten Benachteiligungen schützen können, sollten Sie wissen, welche Rechte Sie haben.

Die meisten Fragen zum Thema Recht treten in den Bereichen Führerschein, dem Arbeitsplatz und Versicherungen auf.

Zum Thema Führerschein und Arbeitsplatz finden Sie weitere Informationen unter Epilepsie und Mobilität bzw. Epilepsie und Beruf.

Gesetzliche Versicherungen (Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung)

Bei den gesetzlichen Versicherungen wie der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Arbeitslosenversicherung werden Sie genauso behandelt wie jeder andere auch.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für Ihre Epilepsiebehandlung. Auch sind Ihre Beiträge identisch zu denen von anderen Personen.

Ist Ihre Arbeitsleistung erheblich eingeschränkt, d.h. können Sie nur wenige Stunden am Tag arbeiten und ein Wechsel des Arbeitsplatzes oder eine Umschulung bringen in dieser Hinsicht keine Änderungen, haben Sie eventuell Anspruch auf eine Rente wegen voller oder wegen teilweiser Erwerbsminderung aus gesundheitlichen Gründen. Weitere Informationen auch über Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um Leistungen zu beziehen, finden Sie z.B. bei dem Deutschen Rentenversicherung Bund (früher BfA).

Private Krankenversicherungen

Anders sieht es jedoch bei den privaten Versicherungen aus.

Bei einer privaten Krankenversicherung ist entscheidend, ob die Epilepsie (das gilt genauso auch für andere chronische Erkrankungen) bereits vor oder erst nach Abschluss der Versicherung aufgetreten ist. Tritt die Epilepsie erst nach dem Beginn des Versicherungsschutzes auf, werden die Behandlungskosten übernommen. Bestand die Epilepsie schon vorher, ist es notwendig einen Risikozuschlag zu bezahlen, um auch diese mit zu versichern. Die Höhe des Risikozuschlages kann von Versicherung zu Versicherung erheblich variieren.

Lassen Sie sich deshalb von mehreren Versicherungen Angebote machen. Verschweigen Sie jedoch unter keinen Umständen die Erkrankung bei Vertragsabschluß. Sie müssen ansonsten mit einem sofortigen Verlust des kompletten Versicherungsschutzes (auch rückwirkend) rechnen. Auch strafrechtliche Konsequenzen können auf Sie zukommen.

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Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.